Mal ehrlich: WANN sollst du auch noch Social Media Posts gestalten und formulieren? Zu wievielen Terminen gehst du pro Tag? Zwei, drei, oder sogar vier? Die Artikel dazu wollen geschrieben werden, die Fotos bearbeitet und irgendwann willst du schließlich auch Feierabend machen! Ich kenne das…
Aber ich habe gute Nachrichten: Wenn du deine Social Media Posts gut planst, musst du dafür kaum Zeit aufwenden. „Content Recycling“ nennt der Social Media Manager das, was einfach bedeutet: Du benutzt deine Inhalte mehrfach. Damit sparst du Zeit und Mühe. 

Was du davon hast

1. Du erreichst neue Menschen

Nicht jeder deiner Follower liest deine Printausgabe, nicht jeder deiner Instagramfollower folgt dir auch auf Facebook. Indem du deine Inhalte auf mehrere Plattformen verteilst, erreichst du immer neue Leser, die du dann als Kunden gewinnen kannst. 

2. Du bildest deine Marke 

In den Sozialen Medien kannst du Persönlichkeit zeigen. Tust du das konstant, wissen deine Follower irgendwann, „woran sie sind“. Sie mögen dich und warten auf neue Inhalte von dir. So erreichst du sogar Menschen, die gar nicht in deinem Einzugsbereich leben, aber deine Inhalte trotzdem gerne lesen. 

3. Du kannst deine Inhalte besser an deine Leser anpassen

In den Sozialen Medien kannst du direkt mit deinen Lesern kommunizieren, ohne das förmliche (und etwas angestaubte) Medium des Leserbriefes. Du bekommst schnell und unkompliziert Feedback, kannst Dinge ausprobieren und genauso schnell wieder einstampfen, wenn sie nicht gut ankommen. 

4. Deine Inhalte arbeiten für dich

Aus einem einzigen Zeitungsartikel kannst du gut und gerne vier Social Media Posts machen, die dann für deine Zeitung werben. Wenig Aufwand, viel Gewinn! 

Alles klar. Und wie geht das jetzt? 

 

1. Erzähl´davon! 

Du hast vor oder nach deinem Termin einen Moment im Auto, oder in der Redaktion? Dann schnapp´dir dein Handy und erzähle deinen Follower wo du gerade bist und was dort passiert! Mach das ganz formlos, so wie du es deinem besten Freund erzählen würdest. Dann geht es schnell und wirkt gleichzeitig absolut authentisch auf deine Follower. 
Für ein Upgrade, hol´dir einen Gesprächs- oder Interviewpartner dazu.

2. Lasse Bilder sprechen

Gerade auf Instagram stimmt das Klischee „Bilder sagen mehr als Worte“. Platz für Text ist dort zwar auch, aber die Bilder sind ungleich wichtiger. Dort kannst du darum Bilder posten, die in deinem Print-Artikel keinen Platz finden. Achte aber bitte darauf, dass es qualitativ hochwertige Bilder sind! Behind-The-Scenes-Shots gehören in die Story! 
Auch auf Facebook kommen Bildergalerien super an. Deine Story kannst du übrigens direkt von Instagram aus auch auf Facebook teilen. Bedenke nur dass Verlinkungen in der Facebook-Story nicht funktionieren. 

 

3. Poste einen Teaser

Nimm einen Teil deines Artikels und poste ihn in den sozialen Medien. Das kann der Anfang sein, aber auch die Kernaussage oder ein besonders knackiges Zitat. Dabei kannst, aber musst du nicht mal unbedingt auf deinen „großen“ Artikel verlinken. Oft ist es genauso wertvoll, unter dem Beitrag Diskussion und Interaktion anzuregen. Es macht ausserdem einen guten Eindruck, wenn du deinen Followern nicht konstant etwas verkaufen möchtest.  

 

4. Formatiere um 

Mach´aus deinem Artikel ein Video oder einen Podcast! Das bietet sich vor allem für wiederkehrende Formate an, wie etwa einem Sportbericht oder einem Editors Letter. Lass´ doch deine Volontäre Videos zu einer bestehenden Artikelserie drehen! Die kannst du dann auch wieder zerschnipseln und auf verschiedene Kanäle verteilen. (Die Videos. Nicht die Volontäre! Um Gottes Willen nicht die Volontäre!) 

 

5. Schreib´ ne Email!

Das ist der letzte, große Trumpf, den du dir für ganz besondere Artikel aufsparen solltest. Denn um deinen Lesern Emails zu schicken, müssen sie sich auf deine Mailingliste setzen lassen. Und dafür musst du ihnen wirklich überzeugende Inhalte liefern. Wir wäre es zum Beispiel mit einem Brief vom Chefredakteur? Das ist dann so etwas wie eine regelmäßige Kolumne für einen exklusiven Leser-Club. Und ans Ende der Mail hängst du dann Teaser zu den besten Artikeln der Woche. 

Fühlst du dich jetzt bereit, deine Inhalte in den Sozialen Medien zu recyceln? Wenn nicht, dann stell´ mir deine Fragen gern in den Kommentaren! 

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