Dieser Post enthält persönliche Empfehlungen für Kurse und Planungstools, die ich nach aktueller Rechtslage als Werbung kennzeichnen muss. 

Formate sind unsere einzige Chance!

Na gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber Instagram ist nicht einfach, für Journalisten. Instagram ist eine Plattform für einzelne Meinungsmacher, für Menschen, die ihr Gesicht zeigen. Und das ist für Journalisten erst einmal kontraintuitiv. Die meisten Redaktionen erstellen einen Instagram-Account für ihre Zeitung oder ihr Medium, laden das Logo hoch und lassen es damit gut sein – wenn überhaupt.
Wer aber keinen persönlichen Account führt, verspielt auch den persönlichen Sympathiebonus, das Vertrauen, das wir Menschen entgegenbringen, die wir mögen und schätzen. Dieses Vertrauen verkauft. Und es fehlt, bei einem Zeitungsaccount.

Nun gibt es gute Gründe für ein Printmedium, den Instagram-Account unpersönlich zu halten. Nicht zuletzt den alten Grundsatz, ein Journalist habe sich mit nichts gemein zu machen. Deshalb gebe ich dir hier eine Alternative, mit der du trotzdem schnell eine große Community aufbaust.

Was sind Formate?

Ein Format ist eine immer wiederkehrende, einzigartige Art von Posting. Die Userin @geraldinewest hat zum Beispiel das Format „Instagram versus Reality“ entwickelt, in dem sie Influencer-Klischees auf die Schippe nimmt. Damit ist ihr Account auf aktuell knapp 57.000 Abonnenten gewachsen. Ihr Format ist lustig, die Follower identifizieren sich damit und sie wissen genau, was sie auf Geraldines Account erwarten dürfen. 

Sehr beliebt sind auch Ernährungstipps, in denen etwa zwei Nahrungsmittel in ihrem Kaloriengehalt gegenübergestellt werden. Lauri von @bigmamas.journey ist hierfür ein gutes Beispiel. Gemeinsam haben beide Formate, dass sie ein Grundbedürfnis des Menschen befriedigen.
Geraldine bedient das Bedürfnis nach Unterhaltung und Zugehörigkeit. Lauri das nach Unterhaltung und Information. 

Nicht zuletzt sorgen Formate auch für einen einheitlichen Feed. Wenn du immer die gleiche Art von Bildern postest, sieht dein Profil ordentlich und aufgeräumt aus – das gefällt deinen potentiellen Followern. Anders ist das für einen Zeitungs-Account auch kaum zu erreichen. Schließlich sind Fotos aus dem Redaktionsalltag kaum plan- und arrangierbar. 

Welche Formate bieten sich an?

Um das herauszufinden, solltest du zunächst deinen Redaktionsplan analysieren. Gut geeignet sind Termine, die regelmäßig vorkommen und die man bebildern kann. Symbolbilder sind dabei absolut okay, sogar erwünscht.
Je mehr du vorbereiten kannst, desto besser.
In der Redaktion, in der ich gearbeitet habe, wären mögliche Formate zum Beispiel „Aus dem Gericht“ und „Aus dem Rathaus“. Beides Termine, die mehrfach im Monat oder sogar mehrmals in der Woche vorkommen. Für beide lassen sich schöne Symbolbilder vorbereiten. Und beide bedienen aktuelle Trends.

Kaum etwas ist on- und offline gerade so im Trend wie „True Crime“. Und dabei geht es keineswegs nur um große, spektakuläre Verbrechen. Podcasts wie „Verbrechen von Nebenan“ von Radio Gütersloh gehen durch die Decke.
Ein solches Format kannst du definitiv auch auf Instagram schaffen. Den Feed-Post kannst du mit einem Video in der Story oder bei IGTV ergänzen, oder sogar einen eigenen Podcast starten! Dabei müssen die Posts gar nicht unbedingt tagesaktuell online gehen. Du kannst gut erst einige sammeln und dann mittels eines Planungstools voraus planen.

Aus dem Rathaus könntest du zum Beispiel bizarre Entscheidungen, Aussagen oder Diskussionen posten. Die Menschen lieben es, sich über Politiker zu amüsieren. Auch „Aufregen“ sind immer gut. Solche Posts werden gerne geliked und geteilt – genau das was du erreichen willst. Auch hier kannst du die Posts gut für mindestens eine Woche vorausplanen. Sieh deinen Instagram-Kanal losgelöst von deiner Printausgabe.

Wie setze ich Formate um?

  • Regelmäßig! Gut, etwas mehr gehört schon dazu. Aber Regelmäßigkeit ist tatsächlich das wichtigste. Gib deinen Lesern etwas, womit sie zuverlässig rechnen können. 
  • Gut vorbereitet! Nutze Symbolbilder und bereite sie so vor, dass du nur noch den Text einfügen musst. Lade sie dann gesammelt in ein Planungstool wie Planoly oder Later hoch. 
  • Flexibel. Formate müssen sich weiter entwickeln. Überprüfe mittels deiner Analytics, welche Formate funktionieren und welche nicht. Entwickle die funktionierenden weiter und lasse die schlechten Formate auslaufen.
  • Mit Spaß. Nutze Instagram um dich auszutoben. Denke kreativ, bringe Persönlichkeit hinein. Auch Meinungen sind hier definitiv erlaubt. Zeige Gesicht und kommentiere deinen Post zum Beispiel in der Instagram-Story. 

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