Dieser Post enthält persönliche Empfehlungen für Kurse und Planungstools, die ich nach aktueller Rechtslage als Werbung kennzeichnen muss. 

Social Media für Journalisten, die eigentlich keine Zeit dafür haben


„Ich habe keine Zeit für Social Media. Community Management kann ich nicht auch noch machen. Mein Alltag in der Redaktion ist sowieso schon stressig genug.“ Alles Sätze, die ich regelmäßig von Journalisten unter Zeitdruck höre. 
Der Redaktionsalltag ist vollgepackt und stressig, gar keine Frage. Aber Fakt ist auch: Social Media wird immer wichtiger und du wirst nicht mehr lange darum herum kommen. Je schneller du dich also damit beschäftigst, desto besser. Und mit der richtigen Strategie kannst du deine Social Media Aktivitäten nahtlos in deinen Tagesablauf integrieren. So musst du nicht viel Zeit darauf verwenden und präsentierst deine Arbeit trotzdem erfolgreich online. 

1. WÄhle deine Plattform(en) weise

Du musst, nein du solltest nicht alle Plattformen auf einmal bespielen. Wähle weise, wo du deine Zeit und Energie investierst. Klasse statt Masse sollte hier das Credo sein. Überlege dir gut, welche Plattform die richtige für dich ist und auf welcher du dich am wohlsten fühlst. 

Zwei Plattformen sind für den Anfang definitiv genug. Wenn du nur eine schaffst, wähle nur eine. Unlust bemerken deine Follower sofort und werden ich dafür mit Nichtachtung strafen. Beschäftige dich von Anfang an damit, wie du deine gewählten Plattformen automatisiert bespielen kannst. Dazu gibts später im Post mehr Informationen. 

2. COntent-strategie entwickeln

Gewöhne dir an, deine Social-Media-Inhalte von Anfang an mitzudenken. Überlege schon vor der Morgenkonferenz, welche deiner Inhalte auf welcher Plattform funktionieren und plane sie entsprechend ein. Hier kannst du zum Beispiel nachlesen, was auf Twitter funktioniert, hier was du am besten auf Facebook postest. 
In der Konferenz legst du dann fest, bei welchem Termin du welchen Content produzieren kannst und wie du das am effektivsten erledigst.
 

3. Lege Content-Cluster an

Bitte was? Content Clustering ist eine Technik, mit der du viele Inhalte auf einmal produzierst, statt dir immer aktuelle Posts überlegen zu müssen. Du machst also alle Instagram-Fotos auf einmal, bereitest Tweets oder Facebook-Posts vor oder filmst mehrere Videos hintereinander weg. 

Für Journalisten kann das konkret so aussehen: du gehst zu einem Termin im Rathaus deiner Stadt. Geh´fünf Minuten früher los und mache vorher noch ein paar Symbolbilder vom Rathaus und dessen Umgebung. Wenn’s passt, mach doch auch noch ein Video – das kannst du später als Cutaway in deiner Instagram-Story nutzen. Und wenn du die Story schon offen hast, erzähl´ deinen Followern doch auch gleich, was du gerade tust. 

Im Rathaus triffst du den Bürgermeister, ein paar Stadträte und auch sonst allerlei wichtige Menschen. frage nach einem Foto oder einem schnellen Interview. Aktuelle Themen wirst du ohnehin im Kopf haben und erfahrungsgemäß sprechen diese Menschen sehr gern in Kameras. Mit diesen Videos legst du dir einen Pool von Inhalten an, die du dann über Wochen hinweg posten kannst.

Wenn du zurück in deinem Büro bist und deinen Artikel schreibst, picke dir ein paar knackige Sätze heraus und kopiere sie in dein Twitter-Planungstool. Lade ein oder zwei Fotos dazu hoch und plane so Tweets für die gesamte Woche.

 

4. plane inhalte voraus

Nutze deine Content-Cluster, um Social Media Inhalte für die gesamte Woche vorzuplanen. Habe dabei grob den Redaktionsplan im Kopf, halte dich aber nicht sklavisch daran. Gute Füller-Posts sind zum Beispiel schöne Fotos aus eurem Einzugsgebiet, oder User-generated-Content. Du kannst auch alten Content recyceln, zum Beispiel „Was heute vor einem Jahr los war“ oder nochmal auf einen Artikel aus der letzten Woche eingehen. So stellst du sicher, dass immer etwas auf deinen Social Media Kanälen los ist, auch wenn gerade keiner Zeit hat, ganz aktuelles zu posten. 

Gib allen Kollegen Zugriff auf die Planungstools, aber bestimme einen Redakteur, der die Posts sortiert und zeitlich einplant. So können viele Menschen Content hochladen, du erhältst so mit wenig Aufwand einen großen Pool an Inhalten. Ein einzelner Redakteur ist dann dafür verantwortlich, die Inhalte schön und sinnvoll einzuplanen und hat so das große Ganze im Blick. 

Oder nutze Planungstools wie Evernote oder Trello, bei denen alle Redakteure ihre Inhalte in verschiedene Boards hochladen können. Dort kannst du auch abhaken, was schon erledigt wurde und Rollen und Verantwortlichkeiten zuweisen. 

 

5. Plane Interaktion ein 

Mit deinen vorgeplanten Inhalten kannst du jetzt erstmal durchatmen. Damit bist du schon sehr gut aufgestellt. Aber Social Media hieße nicht Social Media, wenn es damit getan wäre. Ein bisschen mit deinen Followern interagieren musst du schon. Damit du dich dabei nicht verlierst, plane feste Zeiten dafür ein. Ich empfehle nachdem deine Beiträge  online gehen, etwa zehn Minuten dabei zu bleiben und auf Fragen zu antworten. 
Schaue dann gegen Ende deines Tages nochmal für zehn Minuten in jedes Netzwerk – das reicht erstmal. Du wirst schnell deinen ganz eigenen Rhythmus entwickeln, was das Community Management angeht. Sei mit Spaß dabei und wenn es nicht passt, dann postest du eben nichts – deine Follower werden halbherzige Posts viel eher bestrafen, als Ehrlichkeit und Authentizität. 

Nutzt du schon Planungstools? Oder bist du eher der spontane Poster? Und wenn letzteres zutrifft, wie oft gerätst du deshalb unter Stress?

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Ich freue mich darauf, mit dir deine Geschichten zu erzählen!