Dieser Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung. Das Ticket zur Veranstaltung wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

„It was so weird… but the good kind of weird!“ fasst Alexander Vlahos, Schauspieler aus „Merlin“ und der Sky-Serie „Versailles“ seine erste MagicCon bei seinem letzten Panel am Sonntag zusammen. Seltsam war es also, aber auf eine gute Art und Weise. 
Wer an diesem Wochenende durch die gläserne Eingangstür des Bonner Maritim-Hotels tritt, landet in einer anderen Welt. An der Bar in der Eingangshalle trinken Deadpool und Star-Lord gemeinsam Kaffee. Die Glücksbärchis warten auf den Aufzug und Albus Dumbledore muss aufpassen, dass ihm niemand auf den langen Umhang tritt. Aus dem großen Saal klingt Lady Gaga´s „Alejandro“ und dazu lautes Gelächter. Oben auf der Galerie stehen gut gelaunte Menschen in langen Schlangen an. Überall lächelnde Gesichter, großartige Kostüme und freundliche Menschen. „Es ist wie nach Hause kommen!“ sagen die Besucher, die teilweise seit vielen Jahren an der Convention teilnehmen. 

Seit 2016 gibt es die MagicCon in Bonn. Vorher hieß die Veranstaltung RingCon, in Anlehnung an die Herr-der-Ringe-Trilogie von Peter Jackson. Nach und nach kamen immer mehr Fantasy-Serien, -Filme und -Geschichten dazu, die Veranstaltung wuchs und wurde schließlich in „MagicCon“ umbenannt.
In diesem Jahr stand die Veranstaltung aber ganz klar unter einem Stern: dem des Lucifer Morningstar, aus der Serie „Lucifer“. Der Teufel persönlich kam zum zweiten Mal nach Bonn. Hauptdarsteller Tom Ellis war 2018 zum ersten Mal zu Gast und brachte 2019 gleich vier Kollegen mit: D.B. Woodside (Amenadiel), Rachael Harris (Dr. Linda Martin), Lesley-Ann Brandt (Mazikeen Smith) und Kevin Alejandro (Dan Espinoza) begleiteten den Briten nach Bonn. Mit Sicherheit auch, um den Fans zu danken, denn eigentlich sollte die Serie nach der dritten Staffel abgesetzt werden. Der andauernde Protest der Fans bewegte den Streaming-Dienst Netflix dazu, die Serie vom Amerikanischen Sender FOX zu übernehmen. Die fünf Stars ließen in Bonn keinen Zweifel daran, wie dankbar sie dafür sind. 

Tom Ellis

Lesley-Ann Brandt

Kevin Alejandro

Rachael Harris

D.B. Woodside

Wie sehr die Stars den MagicCon-Spirit verinnerlich haben, zeigen sie auf der Bühne: Lucifer-Star Tom Ellis spielt schon bei der Opening Cermony, in einer Darbietung von „Das Phantom der MagicCon“, das Hinterteil eines Pferdes. Im Comedy-Panel laufen Rachael Harris und Alexander Vlahos neben den Con-Urgesteinen Craig Parker, Lori Dungey und Mark Ferguson (alle Herr der Ringe) zu Höchstform auf. Und nicht zuletzt mischen sich alle Gaststars ganz selbstverständlich unter die Leute. Sie essen im Hotelgarten, sehen sich die Aussteller an und sitzen im Publikum. Auf der MagicCon gilt nämlich: Fotos nur in der Fotosession, Autogramme nur in der Autogrammstunde, sonst werden die Gaststars völlig in Ruhe gelassen. Das funktioniert – man kontrolliert sich gegenseitig. 

Ein Händchen für Stargäste

Veranstalter Dirk Bartholomä hat zweifellos ein Händchen für die richtigen Gäste. Neben dem Lucifer-Cast und Alexander Vlahos kamen auch Eugene Simon (Lancel Lannister) und Toby Sebastian (Trystane Martell) aus HBO´s „Game of Thrones“ nach Bonn. Ihre Panels überschnitten sich leider zumeist mit den „großen“ Panels und fanden deshalb im kleineren Saal statt. Das sorgte aber für eine ganz persönliche Atmosphäre und einen noch besseren Dialog zwischen Schauspieler und Fans. Geschichten wie die von Lena Headey (Cersei Lannister), die Eugene Simon beim Dreh ihrer gemeinsamen Bettszene zunächst ihre Mutter vorstellte, die hört man nur auf der MagicCon. 
Faszinierend auch Toby Sebastians Geschichte über sein Zusammentreffen mit Andrea 
Bocelli: Sebastian hat den Sänger in „The Music of Silence“ verkörpert, deshalb lernten die Beiden sich in Bocellis Zuhause kennen. Man merke nichts von der Blindheit des Sängers, so Sebastian. Nur eines ginge in dessen Haus nicht: halb offen stehende Türen. Bocelli prüfe nämlich mittels Fingerschnipsens, ob eine Tür offen oder geschlossen ist. Wird der Ton zurückgeworfen, ist die Tür zu, wenn nicht, ist die Tür geöffnet. Steht sie halb offen, funktioniert das nicht. 

Alexander Vlahos

Eugene Simon

Toby Sebastian

Die Fans sind das Herz der Convention

Wirklich lebendig wird die MagicCon aber vor allem durch die Fans. Sie leiten Workshops, leisten Beiträge zum Costume- und Artcontest und sorgen für eine familiäre, fröhliche Stimmung auf dem ganzen Hotelgelände. Selbst auf dem Weg in die Stadt trifft man Menschen in Kostüm oder mit Con-Badge um den Hals.
Die Fans sorgen auch dafür, dass die Stargäste sich sehr wohl fühlen. Lesley-Ann Brandt und Rachael Harris brachten gleich die ganze Familie mit. Brandts kleiner Sohn Kingston entdeckte die Faszination Con hauptsächlich auf dem Arm seines Vaters, der seine Frau ganz bewundernswert unterstützte. Und Rachael Harris bezog Ehemann und Familie regelmäßig stolz in ihre Erzählungen mit ein – ein weiteres Zeugnis für die familiäre Atmosphäre dieser Convention.
Selbst an den abendlichen Parties nehmen die Schauspieler teil – auch hier können sie in Ruhe und vollkommen unbelästigt feiern. Überhaupt, die Parties. Freitag und Samstag Abend bebt die Piano-Bar und das Foyer des Maritim vor tanzwütigen Fans. Die Tanzfläche ist bis in die Morgenstunden brechend voll und sogar der ein oder andere unbeteiligte Bonner hat schon von der Party gehört und mischt sich unters feiernde Con-Volk. 

Selbst am Montag Vormittag trifft man noch vereinzelte Con-Gäste vor dem Maritim. Mit riesigen Sonnenbrillen und noch größeren Kaffeebechern verabschiedet man sich in den sogenannten „Con-Blues“ – die Zeit, in der es zurück in den Alltag heißt. Bis spätestens April 2020! 

 

Lust bekommen, die MagicCon live zu erleben?


Auch 2020 findet die MagicCon im Bonner Maritim-Hotel statt. Vom 17. bis 19. April 2020 können Fans dort wieder in Die Welt der Fantasy abtauchen. Karten und nähere Infos gibt es unter www.magiccon.de.